Helmut in Norma
Helmut in Norma

Helmut zur Normaflugwoche FNO39.18:

Die Thermik in diesem Fluggebiet ist ein Traum

Flugwoche Norma vom 22.09. – 29.09.2018

Allein die Anfahrt nach Norma ist berauschend. Die Stadt erhebt sich mit ihrer Altstadt ca. 430 Meter über der Tiefebene am Rande der Lipinischen Berge. In Serpentinen fährt man hoch und wenn man Glück hat, wird man von Gleitschirmpiloten in der Luft begrüßt. Die ersten Glücksgefühle stellen sich ein.

Und dann der Wechsel. Man läuft zum Startplatz durch die alte `Ruinenstadt Norba´ (400 v.Chr.) und hat einen traumhaften Blick in die Tiefebene, bei klarer Sicht bis zum Mittelmeer. Und hier inmitten der alten Mauern von Norba freut sich das Fliegerherz auf den ersten Start.

Natürlich geht das erst nach der Landeplatzbesprechung. Aber hier ist ein Startplatz mit Toplandequalität, die es nicht oft gibt. Auch hier war eine gründliche Einweisung notwendig, was aber gleich beim zweiten Start, bei Bedarf mit kurzen Korrekturen, umgesetzt wurde. Aber wie immer ging es bei den ersten Starts nicht ohne Kribbeln im Bauch ab.

Das Wetter hatte eine Woche lang  zwischen 25°C und 32 °C, blauen Himmel mit Sonnenschein (es schwächelte nur 2 Tage) und ermöglichte uns immer Flüge. So konnten die fliegerischen Möglichkeiten jedes Einzelnen erweitert und das Fluggebiet je nach Können ausgiebig erkundet werden.

Es ist schon ein tolles Gefühl, über die Stadt Norma zu fliegen oder die Westroute mit der `Sauthermik´ zu erkunden. Die Thermik in diesem Fluggebiet ist ein Traum. Sie kommt in der Regel sehr gleichmäßig und lässt einen in verschiedenen Bärten Thermikkreisen üben oder Soaren, je nach Lust und Laune. Nur an einem Tag wurden alle Piloten bei einem plötzlichen Windwechsel nach unten gespült, so dass auch ein paar Außenlandungen unvermeidbar waren.

Info für Morgenmuffel: man muss nicht schon um 9.00 Uhr am Berg sein, um Fliegen zu können, denn am Nachmittag ist die beste Zeit. Aber die Umsetzung aller Aktivitäten haben wir natürlich auch unserem Flugbegleiter, dem Aaron zu verdanken. In seiner leisen Art griff er nur dann ein, wenn es notwendig wurde – „nicht geschimpft ist gelobt genug“.

Ob Wetterkunde mit all seinen Facetten, persönlicher Betreuung beim Start, Toplanden oder in der Luft oder Geländekunde – klare Aussagen , für alle verständlich formuliert – dafür herzlichen Dank.

Die Fliegergruppe für eine Woche vereint: wir haben uns alle gut verstanden und der Autor und seine Frau, die auf dem Zeltplatz in Latina am Meer wohnten und täglich anfuhren, wurden trotzdem nicht ausgeschlossen. Nach einem netten gemeinsamen Abend und Abschied trennten sich unsere Wege.

Übrigens: ich machte mit meinem Fliegerfreund Joachim („Giovanni“) am letzten Abend einen tollen Abgleiter in die Abendsonne – traumhaft!!!

- Helmut

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